Urlaub: Traum oder Albtraum für die Beziehung?

12.07.2014

Kennen Sie das? Urlaub, die schönste Zeit des Jahres! Sie haben geplant und sich darauf gefreut. Eigentlich hat ja alles auch geklappt.  – Aber dann gibt es dauernd Streit, Unzufriedenheit, Kränkung …  oder Leere und Schweigen …  Es kriselt in der Beziehung so heftig, dass Sie es nicht mehr übersehen können … Ihr/e Partner/in scheint Ihnen fremd … das Verhalten wollen Sie nicht mehr hinnehmen … Sie überlegen Trennung?

news_urlaub_Veronica smallDamit sind Sie nicht allein: Etwa ein Drittel der Scheidungen werden nach dem Urlaub eingereicht. Aber warum ist Urlaub so herausfordernd für die Beziehung? Und das, obwohl der Großteil der Paare sich von den Ferien sogar eine Verbesserung erhofft?

Vielleicht, weil …

  • Sie Verschiedenes tun wollen? Action oder abschalten? Sport oder Kultur? Allein, zu Zweit oder in großer Gruppe?
  • Das Geld unterschiedlich locker sitzt?
  • Sie Grund zur Eifersucht haben? – Urlaubsflirt oder Seitensprung?
  • Der viele Alkohol Sie stört?
  • Viele Kleinigkeiten geregelt werden müssen? (Wer schläft wo, wieviel Kleiderkasten gehört wem, wann stehen wir auf…)
  • Sie nun fast pausenlos beisammen sind? Und sich nicht aus dem Weg gehen können wie im Alltag?

Vielleicht hatten Sie einfach zu große Erwartungen  – wie die meisten Paare.

Sie haben den Urlaub noch vor sich?

Nehmen Sie sich Zeit fürenander – vorher!
Reden Sie über Ihre ER-wartungen, und vor allem über Ihre Bedürfnisse! Und zwar ganz konkret: Stellen Sie sich z.B. die Ankunft genau vor, Schritt für Schritt. Und einen typischen Tag. Wie sollte das für Sie sein – und für Ihre/n Partner/in? Wo liegen vielleicht Stolpersteine? Was macht den Urlaub überhaupt erst schön? Und was „geht gar nicht“?

Ihr/e Partner/in hat ganz andere Wünsche? Ja, klar, ganz normal. Deshalb reden Sie ja darüber! Also nicht die Flinte ins Korn werfen, weder Vorwürfe noch Streit sind notwendig. Je emotionaler das Thema ist, desto sachlicher sollten Sie es angehen:

Verhandeln Sie miteinander. Sagen Sie klar, WIESO Ihnen ein Thema wichtig ist. Formulieren Sie in der ICH-Form. Fragen Sie beim Gegenüber nach. Wie sieht es aus ihrer/seiner Sicht aus? Welche Lösung käme in Frage? Unter welchen Umständen?

Wenn Sie noch mehr Struktur brauchen, stellen Sie gemeinsam eine Liste der kritischen Punkte auf und sprechen diese durch. Dabei kann z.B. jede/r 1 – 3 Punkte dafür vergeben, welche Priorität dieses Thema für sie/ihn hat.)
Sicher geben Sie (beide!) gerne mal nach, wenn Sie merken, WIE wichtig ein Thema für den/die andere/n ist. Für Anderes lassen sich meist Kompromisse finden. Lassen Sie Ihre Phantasie spielen, fragen Sie sich dafür z.B.:

  • Abwechselnd?
  • Getrennt?
  • Ein bisschen von beidem?
  • Oder ganz etwas anderes? …

Denken Sie daran, auch zu besprechen, was passieren soll, wenn SIe doch ins Streiten kommen sollten. Manchen hilft, vorab ein Codewort zu vereinbaren und was sie dann tun. ZB sich eine Stunde trennen, oder 15 min schweigen, 10x tief durchatmen, sich gegenseitig 2 min anlächeln …

Falls das alles nicht so gut klappt in Ihrer Situation, holen Sie sich Hilfe von einem unvoreingenommenen Dritten: Rufen Sich mich an!

Nach dem Urlaub (ver)zweifeln Sie an Ihrer Beziehung?

Überstürzen Sie nichts! Auch wenn Sie während der Ferien wirklich enttäuscht, gekränkt, frustriert, wütend … waren. Versuchen Sie, das erst mal als Erfahrung zu sehen und zu nützen, um Ihre Beziehung zu  überdenken.

Wenn Sie sich dafür Unterstützung wünschen, vereinbaren Sie einen Termin mit mir. Nur Sie alleine oder Sie beide zu zweit.

Als Coach und Mediatorin bin ich Ihnen gerne professionell dabei behilflich, Ordnung in Ihre Gefühle und Gedanken zu bringen, aus den ER-fahrungen zu lernen und eine fundierte Entscheidung zu treffen. Finden Sie heraus, was das Beste für Sie ist. Sich trennen – und wie? Oder noch einmal einen Weg zueinander suchen? Und wie kommen Sie zum erhofften ER-gebnis?

Reden wir darüber, was ich für Sie tun kann …